ARD zeigt Doku „SEPTEMBER“ zum 25. Jahrestag von 9/11
WDR veröffentlicht parallel die Podcast-Serie „Staatsgeheimnis 9/11 – Die Saudi-Connection“ mit Blick auf mögliche Verbindungen zu Saudi-Arabien

Zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 zeigt die ARD am Freitag, 11. September, um 20:15 Uhr im Ersten die Dokumentation SEPTEMBER. Ab dem 1. September ist der Film bereits in der ARD Mediathek verfügbar. Parallel startet eine fünfteilige investigative Podcast-Serie des WDR unter dem Titel „Staatsgeheimnis 9/11 – Die Saudi-Connection“.
Dokumentation „SEPTEMBER“ im Ersten und in der ARD Mediathek
Der Dokumentarfilm von Autor und Regisseur Johan von Mirbach, produziert von SPIEGEL TV, erzählt den Verlauf von 9/11 aus einer neuen Perspektive. Nach Angaben der ARD rekonstruiert der Film den entscheidenden Monat, der das 21. Jahrhundert neu definierte – vom unbeschwerten Sommer in New York über den Terroranschlag bis zu den politischen Entscheidungen, die die Weltordnung bis heute prägen.
Im Mittelpunkt stehen Menschen, die den 11. September unmittelbar erlebt haben. Dazu gehören Susanne Hegenscheidt, die den Einsturz der Zwillingstürme aus ihrer Wohnung am Broadway dokumentierte, der deutsche Rettungssanitäter Markus Albrecht, der noch am Tag des Anschlags direkt am Ground Zero verletzte Feuerwehrleute behandelte, sowie Pia Hoffmann, die wochenlang nach Überlebenden und Opfern suchte.
Die persönlichen Berichte sollen zeigen, wie tief die Ereignisse bis heute nachwirken – psychisch, gesellschaftlich und politisch. Ergänzt werden sie durch Einordnungen aus der Politik: Der damalige Bundesaußenminister Joschka Fischer erinnert sich an die diplomatischen Herausforderungen nach den Anschlägen. Lars Klingbeil, heute Bundesfinanzminister, schildert seine Erfahrungen als 23-jähriger Praktikant in Manhattan. Weitere Stimmen aus Politik, Medien und Sicherheitsbehörden zeichnen nach, wie aus einem Terroranschlag ein weltpolitischer Wendepunkt wurde.
„SEPTEMBER“ wird von SPIEGEL TV im Auftrag von WDR, BR und NDR produziert. Die Redaktion verantworten Christiane Hinz und Ann-Christin Gertzen (WDR), Astrid Harms (BR) sowie Marc Brasse (NDR). Regie führte Johan von Mirbach.
Podcast-Serie fragt nach möglichen Verbindungen nach Saudi-Arabien
Begleitend zur Dokumentation veröffentlicht der WDR eine investigative Podcast-Serie, die eine der bis heute umstrittensten Fragen rund um die Anschläge aufgreift: Welche Rolle spielte Saudi-Arabien, und gab es Verbindungen zwischen staatlichen Stellen der Regierung und den Attentätern?
In der fünfteiligen Serie „Staatsgeheimnis 9/11 – Die Saudi-Connection“ folgt WDR-Journalist Nikolaus Steiner den Spuren des saudischen Staatsbürgers Omar Al-Bayoumi, der bereits kurz nach den Anschlägen ins Visier internationaler Ermittlungen geriet. Die Recherchen stützen sich auf bislang unveröffentlichtes Material sowie auf Interviews mit ehemaligen FBI-Ermittlern, führenden Juristen und Angehörigen der Opfer.
Nach Angaben der Produktion läuft aktuell zudem ein juristisches Verfahren in New York. Hunderte Angehörige von Opfern der Terroranschläge fordern mehrere Milliarden Dollar Schadenersatz von der saudischen Regierung. Ein Bezirksgericht hat der Zivilklage grünes Licht gegeben, Saudi-Arabien hat Berufung eingelegt. Das Land bestreitet die Vorwürfe ebenso wie Omar Al-Bayoumi.
Die Podcast-Serie ist ab dem 1. September in ARD Sounds im Feed „Dark Matters“ zu hören und ab dem 8. September auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.