Neue Rettungswache in Großthiemig eingeweiht

Landkreis Elbe-Elster stellt Neubau vor und sagt organisatorische Verbesserungen sowie zeitgemäße Arbeitsbedingungen voraus

Neue Rettungswache in Großthiemig eingeweiht
Neue Rettungswache in Großthiemig eingeweihtFoto: lkee.deBild 1 von 3

In Großthiemig ist die neue Rettungswache des Landkreises Elbe-Elster offiziell eingeweiht worden. Nach rund 15 Monaten Bauzeit übergaben Landrat Marcel Schmidt und Sebastian Weiss, Werkleiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst, den Neubau am Standort Straße zum Stützpunkt 17 gemeinsam mit Gästen und am Bau Beteiligten seiner Bestimmung. Der Landkreis hat nach eigenen Angaben 1,6 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Mit der neuen Wache wurde ein moderner und funktionaler Rettungsdienststandort geschaffen, der die organisatorischen Abläufe verbessern und den Beschäftigten zeitgemäße Arbeitsbedingungen bieten soll. Zugleich stärkt der Neubau die schnelle und bedarfsgerechte rettungsdienstliche Versorgung im Schradenland.

Neubau ersetzt bisherigen Standort

Die neue Rettungswache ist nach Burxdorf und Bad Liebenwerda bereits der dritte Neubau im Rettungswachenbereich Elsterwerda/Bad Liebenwerda und insgesamt der elfte neue Rettungswachenstandort, den der Landkreis seit 2010 errichtet hat. Sie löst den bisherigen Standort in der Hauptstraße 31 ab, dessen räumliche und hygienische Bedingungen nach Angaben des Landkreises nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprachen.

Die Bauarbeiten hatten am 17. März 2025 begonnen. Am 24. Juni 2025 war mit einer symbolischen Grundsteinlegung ein weiterer Meilenstein für das Vorhaben gesetzt worden.

Ausstattung für den Rettungsdienst

Der neue Rettungswachenkomplex verfügt über einen Garagenstellplatz für einen Rettungswagen sowie über Aufenthalts- und Ruheräume, Sanitärbereiche, einen Desinfektionsraum und einen Büroraum für administrative Aufgaben und die Tätigkeit der Funktionsträger. Außerdem stehen Lagerflächen für Verbrauchsmaterialien, Medikamente und weitere Einsatzmittel zur Verfügung, damit das Rettungsfahrzeug fachgerecht vor- und nachbereitet werden kann.

Die Planung des Neubaus war von Beginn an auf die betrieblichen und hygienischen Anforderungen eines modernen Rettungsdienstes ausgerichtet. Für das Bauvorhaben plante der Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster in den Jahren 2025 und 2026 Investitionen in Höhe von insgesamt 1,6 Millionen Euro ein.

Landrat Marcel Schmidt sagte anlässlich der Einweihung, mit der neuen Rettungswache werde nicht nur in ein Gebäude, sondern vor allem in die Sicherheit der Menschen und in gute Arbeitsbedingungen für diejenigen investiert, die jeden Tag Verantwortung für andere übernehmen. Gerade in einem Flächenlandkreis komme es darauf an, den Rettungsdienst so aufzustellen, dass schnelle Hilfe zuverlässig dort ankomme, wo sie gebraucht werde.

Werkleiter Sebastian Weiss erklärte, eine moderne Rettungswache müsse sowohl den Anforderungen der Notfallversorgung als auch den Bedürfnissen der Beschäftigten gerecht werden. Mit Großthiemig sei ein Standort geschaffen worden, an dem die Einsatzkräfte unter zeitgemäßen Bedingungen arbeiten und sich bestmöglich auf ihre Einsätze vorbereiten können.

Rund um die Uhr besetzt

Mit der Einweihung nahm die Rettungswache Großthiemig ihren regulären Betrieb auf. Sie ist ganzjährig an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr besetzt. Im Schichtdienst arbeiten dort jeweils eine Notfallsanitäterin beziehungsweise ein Notfallsanitäter und eine Rettungssanitäterin beziehungsweise ein Rettungssanitäter auf dem am Standort stationierten Rettungswagen.

Nach Angaben des Landkreises trägt die neue Wache dazu bei, die gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist zuverlässig einzuhalten. Diese sieht vor, dass in mindestens 95 Prozent aller hilfsfristrelevanten Einsätze innerhalb von 15 Minuten nach Eingang des Notrufes Hilfe am Einsatzort eintreffen soll.

Teil des Investitionsprogramms seit 2010

Mit dem Neubau in Großthiemig setzt der Landkreis sein langfristiges Investitionsprogramm für eine leistungsfähige Rettungsdienstinfrastruktur fort. Seit 2010 entstanden bereits neue Rettungswachen in Finsterwalde, Uebigau, Doberlug-Kirchhain, Herzberg, Bad Liebenwerda, Schönewalde, Oppelhain, Sonnewalde, Schlieben und Burxdorf. Großthiemig ist nun der elfte Standort.

Nach Angaben des Landkreises verfolgt er mit den Neubauten zwei zentrale Ziele: Die Einsatzkräfte sollen moderne, funktionale und den Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes entsprechende Bedingungen erhalten. Gleichzeitig müssen die Rettungswachen so im Kreisgebiet verteilt sein, dass die Bevölkerung auch in einem weitläufigen ländlichen Raum schnell und zuverlässig erreicht werden kann.

An Planung, Baubegleitung und Umsetzung waren neben dem Immobilienmanagement des Landkreises zahlreiche Unternehmen beteiligt. Die Tiefbau-, Rohbau- und Putzarbeiten führte PS Bau Peter Säring aus Ortrand aus. Weitere Leistungen übernahmen Parkett Giesche, Fischer Flachdach, die Kollesser Kunststoff- und Metallbau GmbH, der Meisterbetrieb Dirk Fellenberg, Hauffe Industrietore GmbH, Herzog Heizung und Sanitär GmbH, MBH-Elektrotechnik, Tischlerei Müller, jakober GmbH, Zimmermann GmbH & Co. KG sowie YG Bau und Baustoff GmbH.

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