Eschweiler startet Modellprojekt zur Qualifizierung internationaler pädagogischer Fachkräfte
Rund sechs Monate Qualifizierung für zugewanderte Fachkräfte mit internationalen Abschlüssen – Einstieg über ein „Meet and Greet“ und späterer „Schultag“ an der VHS

In Eschweiler ist ein Modellprojekt zur Gewinnung internationaler pädagogischer Fachkräfte für Kitas gestartet. Beteiligt sind das Kommunale Integrationszentrum der StädteRegion Aachen, die Stadt Eschweiler, die Volkshochschule Eschweiler und die Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche der Stadt Eschweiler.
Ziel des Vorhabens ist es, zugewanderte pädagogische Fachkräfte mit internationalen Studienabschlüssen zu gewinnen und für den Einsatz in Bildungseinrichtungen zu qualifizieren. Die Qualifizierung dauert rund sechs Monate und kann in Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden.
Zum Auftakt gab es ein „Meet and Greet“ im Kirschenhof in Eschweiler. Dort konnten die Teilnehmenden offene Fragen klären und die beteiligten Stellen kennenlernen. An Informationsständen standen die BKJ, die VHS und das Kommunale Integrationszentrum für den persönlichen Austausch zur Verfügung.
Der erste „Schultag“ an der VHS Eschweiler ist für den 22. September vorgesehen. Insgesamt stehen zwölf Plätze zur Verfügung.
Im Projekt werden vorhandene Abschlüsse geprüft. Außerdem begleitet das Case Management der StädteRegion Aachen die Teilnehmenden bei allen offiziellen Wegen. Die Qualifizierung umfasst insgesamt 160 Stunden und wird durch Praktika in Kitas in Eschweiler ergänzt. Während des gesamten Projekts werden die Teilnehmenden fachlich von der BKJ und dem Kommunalen Integrationszentrum unterstützt und beraten.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat und können als pädagogische Fachkräfte in regionalen Bildungseinrichtungen arbeiten.
Voraussetzung für die Teilnahme sind Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau in Wort und Schrift oder eine individuelle Vereinbarung sowie praktische Berufserfahrung in relevanten Bereichen, etwa in der Frühkindlichen Bildung, Pädagogik oder in therapeutischen Berufen.
Das Angebot richtet sich an Absolventinnen und Absolventen ausländischer Studiengänge in pädagogischen Bereichen wie Lehramt, Pädagogik, Musikpädagogik und anderen Bildungswissenschaften. Ebenso angesprochen sind Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung, etwa aus den Bereichen Logo-, Ergo- oder Physiotherapie sowie andere therapeutische Fachberufe. Zudem richtet sich das Projekt an Interessierte, die unter die Ausnahmegenehmigung nach § 9 Abs. 1 der Personalverordnung fallen.
Nach Angaben der Beteiligten stammen die ersten Teilnehmenden aus Studien- oder Ausbildungswegen in der Türkei, im Iran, in Nigeria, der Ukraine oder Albanien.
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